Seitenstaubox

Der Defender 110 Hard Top verschwendet unglaublich viel Platz in den Radkästen. Diese sind nämlich nicht nur dort wo auch die Hinterräder sind, sondern ziehen sich von Vorne bis Hinten durch den kompletten Laderaum.

Auch von außen zugänglicher Stauraum ist beim 2/3 Türer Mangelware, deshalb soll eine Seitenstaubox Abhilfe schaffen.

 

Es gibt zahlreiche Anbieter der Boxen, der größte Unterschied besteht darin ob der Deckel der Box nach Außen aufbaut oder Nicht. Das schlägt sich allerdings auch deutlich im Preis nieder, weshalb ich mich für eine Variante mit nach Außen aufbauendem Deckel entschieden habe, welche vom Preis gerade noch so erträglich war.

 

Die Seitenstaubox gibt's unter anderem bei Nakatanenga, Kostenpunkt: um die 300€.

Materialliste

  • Seitenstaubox mit Deckel + Befestigungsmaterial
  • Winkelschleifer, alternativ: Stichsäge
  • Blindnietzange
  • Akkubohrer/Bohrmaschine + Bohrer
  • Körner
  • Feile
  • Material zum Messen/Anzeichnen
  • Kreppband
  • evtl. Dichtmasse


Haftungsausschluss

Achtung: Ich habe diese Beschreibung nach bestem Wissen & Gewissen erstellt. Der Einbau ist als private Arbeit zu betrachten und befolgt keinerlei Werkstatt - Standarts. Es können Fehler in der Ausführung, als auch in der Wahl des Materials passiert sein, für die ich keinerlei Haftung übernehme.

Besonders bei elektrischen Arbeiten ist besondere Vorsicht geboten und im Zweifel immer ein Fachmann hinzuziehen.

Für die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen und die persönliche Schutzausrüstung ist jeder selbst Verantwortlich.

Durch den Ein-, Um-, -oder Anbau können Schäden an Fahrzeug und Person entstehen.

Die ABE und Garantie können erlöschen.

Der Nachbau, Ein-, Um-, -oder Anbau geschieht immer auf eigene Gefahr!


Einbau

Die oben verlinkte Seitenstaubox passt aufgrund ihrer Größe nur beim 110er Hard Top vor den hinteren Radkästen.

 

 

Ich hatte bei mir die unteren Leisten "Sills" schon abmontiert, für die spätere Montage von Rockslidern.

Dies erleichtert das Messen und Arbeiten mit dem Winkel ein wenig.

 

 

Als erstes muss man also die genaue Position ermitteln, wo die Staubox hinsoll.

Das Ausmessen sollte man peinlichst genau machen, so ein Loch sägt man nur einmal in den Defender.

 

Mit Kreppband habe ich nun also den groben Bereich abgeklebt, welcher ausgesägt wird.

Dann geht es ans Vermessen, wobei darauf zu achten ist, dass man immer wieder kontrolliert, ob dahinter auch wirklich alles frei ist und man nicht zu weit in eine Richtung kommt. Ansonsten würde man entweder in den Innenraum sägen oder der Rand der Staukiste steht am Ende nach unten über.

 

Ich habe mir mit einem Winkel beholfen, den ich am unteren Rand angesetzt habe und einer geraden Holzleiste um die Maße einzuzeichnen.

 


Hat man dann alles Vermessen und eingezeichnet, und, ganz wichtig: Noch 20x nachkontrolliert, kann der Ausschnitt mit Winkelschleifer und 1mm Scheibe beginnen. Das Alu lässt sich sehr gut schneiden und für jemanden der schonmal mit der Flex gearbeitet hat, stellt das Ganze keine große Herausforderung dar.

 

Anschließend mit der Feile die Schnittflächen entgraten und dann kann die Staubox auch das erste Mal eingeschoben werden.

 

Spätestens jetzt sind meine anfänglichen Bedenken bezüglich der Stabilität des Ganzen auch größtenteils bereinigt, denn die Staubox liegt hinten an der Heckwanne an und stabilisiert sich so.


Dann müssen noch die 20 Löcher für die Blindnieten rundum gebohrt werden.

Hierzu empfiehlt es sich die Staubox von einem Helfer in Position halten zu lassen und dann entweder die Bohrlöcher zu markieren oder einmal kurz anzubohren.

Ist das geschafft werden natürlich auch die Bohrlöcher noch entgratet.

 

Nun geht es ans Vernieten. Vorher habe ich aber noch etwas Dichtmasse aufgetragen, irgendwie war mir nicht wohl dabei, den pulverbeschichteten Edelstahl ohne etwas dazwischen auf dem lackierten Alu der Karrosserie aufzunieten.