Innenausbau 3.0

"Das erste Haus baust du für deinen Feind das zweite für deinen Freund und das dritte für dich selbst"

-Konfuzius

Scheinbar trifft das auch auf den Innenausbau meines Defenders zu, mittlerweile ist es der Dritte, also sollte der ja jetzt für mich sein?! Immer wieder sind mir neue Ideen gekommen und wurden wieder verworfen. Auf Tour war dann das in der Theorie geplante plötzlich doch nicht mehr so praktisch. Ich habe dann unterwegs immer aufgeschrieben was gut war und was nicht, was man wirklich braucht und was eher nicht. Jetzt bin ich bei dem Dritten Innenausbau für meinen Defender angekommen, welchen ich euch hier einmal vorstellen möchte.

Anforderungen

Wenn man ein paar mal mit dem Landy auf Tour war, merkt man schnell wo man welchen Ausrüstungsgegenstand braucht und unterbringen sollte. Das kann man wirklich nur rausfinden wenn man losfährt und nicht wenn man Zuhause am PC plant, deshalb: Losfahren!

Meine Anforderungsliste sieht also mittlerweile wie folgt aus:

  • möglichst viel Stauraum, der von Außen zugänglich ist. Also ohne dass man ins Auto klettern muss.
  • möglichst große Liegefläche, da wir weiterhin im Defender schlafen werden
  • Platz für Kompressorkühlbox
  • Kein Umbauen der Liegefläche um Abends ins Bett zu gehen

Material:

Ich fertige meinen Innenausbau für den Defender aus 9mm Birke Multiplex Platten an. Diese lasse ich mir bereits im Baumarkt auf die benötigten Maße zuschneiden. Alles ist bewusst so konstruiert, dass möglichst wenig selbst gesägt werden muss. Das macht die Arbeit einfacher, schneller & genauer.

 

Bevor ich das Holz verschraube und verleime wird alles mit dem Schwingschleifer geschliffen. Ich schleife mit 120er Papier einmal vor um dann mit 250er nochmal hinterherzugehen. Ergebnis ist eine schön glatte Oberfläche, die sich gut anfühlt und anfässt.

 

Verschrauben tuhe ich den Innenausbau mit Spax Torx Edelstahl* schrauben.

Mein Innenausbau für den Defender baut auf 4 Radkastentruhen oder Sitzbänken auf. Fahrerseitig sind diese etwas breiter, auf der Beifahrerseite schmaler. In der Mitte liegen dann einfach lose Bretter auf und bilden die Basis für eine große, ebene Liegefläche.

 

Für besseren Zugriff auf den Stauraum habe ich in die Mitte einen Schubladenauszug mit verriegelbaren Schwerlastschienen gebaut. Die Auszüge sind mit Montagewinkeln auf der Bodenplatte verschraubt.



In die Ecken der Holztruhen habe ich Dreiecksleisten eingeklebt und von Außen verschraubt. Das sorgt für ausreichend Stabilität.

 

Die Klappen habe ich ganz einfach gemacht, indem ich die Deckelplatte durchgesägt habe und ein passendes Klavierband als Scharnier verschraubt habe.

 

Tipp: 2 gebohrte Löcher und etwas Paracord ergeben einen einfachen und flexiblen Griff.


Ich benutze Euro Boxen* um meine Ausrüstung zu verstauen. Insgesamt sind es 5 Stück, 2 davon Fahrerseitig hintereinander eingeschoben und 3 Stück auf dem Schwerlastauszug. In den 2 Boxen auf der Fahrerseite ist die Outdoor Küche untergebracht, in den 3 Kisten auf dem Auszug je eine Kiste für Schuhe, Lebensmittel und Werkzeug. In der Truhe auf der Beifahrerseite ist der Campingtisch untergebracht, welcher einfach herausgezogen werden kann, ohne erst den Deckel öffnen zu müssen.


Empfehlenswerte Lektüre*:


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